Erste Hilfe

Hilfeleistungen sind nicht nur eine moralische Tat, sondern auch eine rechtliche Pflicht. Bei Verkehrsunfällen hat jeder die Pflicht anzuhalten und sich zu vergewissern, ob die Beteiligten Erste Hilfe benötigen.

Ist das der Fall, dann muss die Hilfeleistung innerhalb der Möglichkeiten erbracht werden. Umso besser ist es also, wenn man sich gut mit erster Hilfe auskennt und sein Wissen in regelmäßigen Abständen auffrischt. Schließlich kann sich nicht jeder an den Erste Hilfe-Kurs erinnern, den er vor Jahren für seinen Führerschein machen musste.

Ruhe bewahren, Situation einschätzen und Erste Hilfe leisten

Wenn Sie in eine Notfallsituation kommen, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren. Bei Unfällen kommt es häufig zu Verunsicherung der Umstehenden. Damit keine voreiligen und falschen Entscheidungen getroffen werden, hilft es häufig, wenn eine Person sicher auftritt und Zuversicht ausstrahlt.

Sie helfen auch, indem Sie unsachgemäßes Eingreifen verhindern und umsichtig Erste Hilfe leisten. Dazu gehören nicht nur lebensrettende Maßnahmen, sondern auch den Verletzten vor weiteren Schäden zu bewahren und beruhigend auf ihn einzureden.

Anschließend muss ein Notruf abgegeben werden. Sind weitere Personen am Unfallort, so können Sie auch eine zweite Person mit der Meldung beauftragen, während Sie selbst Erste Hilfe leisten.

Selbstschutz nicht vernachlässigen und Vitalfunktionen prüfen

Erste Hilfe bedeutet nicht den Selbstschutz zu vernachlässigen. Besonders bei Verkehrsunfällen drohen Ersthelfern zahlreiche Gefahren, zum Beispiel durch heranrasende Autos. Gehen Sie also sicher, dass Sie Erste Hilfe in einem sicheren Umfeld leisten. Im Zweifelsfalle kann das bedeuten, dass erst das Warndreieck aufgestellt wird und dann die Erste Hilfe erfolgt.

Vitalfunktionen prüfen

Nachdem der Unfallort gesichert wurde, müssen die Vitalfunktionen der Person überprüft werden. Sprechen Sie den Betroffenen an und warten Sie ab, ob er reagiert. Ist das nicht der Fall, prüfen Sie die Atmung. Zur Atemkontrolle wird der Hals überstreckt und der Mund leicht geöffnet. Es kann sein, dass die Zunge die Atemwege blockiert. Überprüfen Sie das und machen Sie die Atemwege frei.

stabile Seitenlage

Hebt und senkt sich der Brustkorb, dann wird der Betroffene in die stabile Seitenlage befördert. Ist keine Atmung vorhanden, müssen Erste Hilfe-Maßnahmen in Form der Herz-Lungen-Wiederbelebung geleistet werden.

Knien Sie sich dazu neben den Betroffenen auf Brusthöhe auf den Boden. Der Ballen einer Hand wird auf das untere Drittel des Brustkorbs gelegt, der Ballen der anderen Hand wird auf die erste Hand aufgesetzt.

beatmet

Jetzt wird der Brustkorb 30 Mal etwa 5-6 Zentimeter tief eingedrückt. Anschließend muss der Betroffene beatmet werden. Diese beiden Erste-Hilfe Maßnahmen werden im Wechsel so lange durchgeführt, bis der Betroffene wieder zu atmen beginnt oder der Notdienst eintrifft.

Beachten Sie, dass eine Herz-Lungen-Wiederbelebung enorm anstrengend ist. Selbst sportliche Menschen mit viel Kondition schaffen nur wenige Wiederholungen. Es ist also ratsam sich mit anderen bei den Erste Hilfe-Maßnahmen abzuwechseln.

Wenn Sie alleine sind, rufen Sie laut um Hilfe und machen Sie auf sich aufmerksam. Bedenken Sie, dass bei Kindern und Säuglingen andere Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich sind.

Was tun bei Knochenbrüchen?

Bei schweren Verletzungen können Sie nur sehr bedingt Erste Hilfe leisten. Hier sieht Erste Hilfe vor allem so aus, dass Sie den Betroffenen zu schonen und weiteren Schaden vermeiden, bis der Notdienst eintrifft. Die Bruchstelle sollte nicht bewegt werden.

Offene Knochenbrüche können mit einer Wundauflage bedeckt werden. Geschlossene Knochenbrüche können mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Beruhigen Sie den Betroffenen und gehen Sie auf dessen Wünsche ein.

Gelenkverletzungen sind mit den gleichen Erste Hilfe-Maßnahmen zu behandeln. Unternehmen Sie keine Einrenkungsversuche. Das richtet häufig mehr Schaden als Nutzen an.

Bei Verletzungen der Wirbelsäule darf die Position des Betroffenen nur verändert werden, wenn eine unmittelbare Lebensgefahr durch äußere Einflüsse besteht.

Erste Hilfe-Kurs machen

Wenn Sie selbst noch keinen Erste Hilfe Kurs gemacht haben, oder Ihr Wissen gerne auffrischen würden, können Sie zum Beispiel beim Roten Kreuz, bei den Johannitern oder Maltesern einen Erste Hilfe-Kurs besuchen.

Es gibt auch spezielle Erste Hilfe-Kurse für Kinder und Säuglinge, die besonders für Eltern interessant sein dürften.

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